Google markiert mobile-freundliche Webseiten

4 years ago by in Allgemein, futurecom, Mobile, MUI, Performance Marketing, SEO Tagged: , , ,

Label erfordert mehr als Responsive-Website.

Wer kennt das nicht? Man ist irgendwo unterwegs, sucht über Google nach etwas und gelangt auf Seiten, welche weder für Smartphones, noch für Tablets optimiert sind. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch extrem mühsam. Mit einem neu lancierten Label signalisiert Google dem Nutzer, dass eine Seite „mobile-friendly“ ist.

Das Mobile-Friendly-Label wird auf mobilen Geräten angezeigt, wenn eine Seite bestimmte Kriterien erfüllt. Zurzeit sind diese Labels noch selten anzutreffen. Google verspricht allerdings, dass die Markierung in den nächsten Wochen global für alle Regionen ausgerollt wird.

Google Mobile-Friendly-Label

Google Mobile-Friendly-Label

Mobile Nutzung nimmt stetig zu, mobile Nutzererfahrung gewinnt an Relevanz

Die Zahl von mobilen Geräten steigt jedes Jahr. Der Media Use Index zeigt, dass inzwischen 75% der Schweizer mit dem Smartphone surfen. Durch dieses Verhalten steigen natürlich auch die mobilen Suchanfragen bei Google. Deshalb überrascht es nicht, dass Google diesen Schritt unternimmt, um die positive Nutzererfahrung auf mobilen Webseiten voranzutreiben.

Bereits im Jahr 2013 hat Google angekündigt, dass Webseiten mit einer grossen Anzahl an mobilen Einstellungsfehlern, wie beispielsweise nicht korrekten Weiterleitungen, zukünftig abgestraft werden. Mobile Weiterleitungen auf die Startseite statt auf eine relevante Unterseite unterbrechen die User Journey substanziell. Dies führt häufig dazu, dass der Nutzer diese Seite gar nicht mehr besucht. Die schlechtere Platzierung beschränkt sich aber vorerst nur auf mobile Suchanfragen. Nun geht Google aber einen Schritt weiter, indem weitere Bestandteile der User Experience in die Analyse mit einbezogen werden.

Google Mobile-Friendly-Label

Google Mobile-Friendly-Label

Grundlagen für Mobile-Friendly-Webseiten

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine Webseite responsive aufzubauen. Damit werden fehlerhafte Weiterleitungen automatisch verhindert. Wenn dies nicht möglich ist, muss sichergestellt werden, dass Unterseiten der Desktop-Version jeweils auf das mobile Pendent weitergeleitet werden und nicht auf die mobile Startseite, wie dies häufig der Fall ist.

Das reicht allerdings noch nicht, um sich den Mobile-Friendly-Label zu verdienen. Vier weitere Kriterien werden von Google explizit hervorgehoben:

  • Verzicht auf Software, welche nicht auf Smartphones installiert ist. Flash ist ein bekanntes Beispiel.
  • Text wird in einer lesbaren Schriftgrösse angezeigt, sodass der Nutzer nicht zoomen muss.
  • Der Content wird so dargestellt, dass Nutzer nicht horizontal scrollen müssen.
  • Bedienungselement wie Text und Links liegen weit genug auseinander, dass nicht versehentlich die falsche Funktion ausgelöst wird.

Sind diese vier Grundkriterien erfüllt ist eine Seite grundsätzlich für das Mobile-Friendly-Label qualifiziert. Die Ladezeit und weitere Faktoren spielen aber ebenfalls eine Rolle, damit eine Seite mit dem Label ausgezeichnet wird.

Mobile-Freundlichkeit als genereller Ranking-Faktor

Zurzeit beeinflusst der Zustand der mobilen Seite nur das Ranking bei Suchen auf mobilen Geräten. Es ist allerdings fast sicher, dass sich dies in der nahen Zukunft ändern wird. Die Autoren der Ankündigung des Mobile-Friendly-Labels erwähnen im gleichen Blog-Beitrag, dass Google gegenwärtig Experimente durchführt, bei denen die mobile-friendly Kriterien auch als Ranking Signal für den allgemeinen Google Algorithmus genutzt werden. Dies spricht eine eindeutige Sprache: Die Zukunft gehört den Mobile Devices.