SEO: Website-Texte für die Google-Suche optimieren

4 years ago by in Allgemein, futurecom, Performance Marketing, SEO, Y&R Group Switzerland Tagged: , , ,

Die Suchmaschinen-Optimierung ist zwar teilweise eine technische Angelegenheit. Letztlich entscheiden aber Texter und Redaktoren über den Erfolg einer Website. Unsere 10 SEO-Empfehlungen für die Erstellung von Website-Texten sind einfach zu verstehen. Konsequent umgesetzt legen sie den Grundstein für ein gutes Google-Ranking.

Auch wenn der Ranking-Algorithmus der Google-Suche rund 200 verschiedene Faktoren berücksichtigt: Wenn der Inhalt einer Website nicht zum jeweiligen Suchbegriff passt, dann wird diese Website nicht in den Suchresultaten auftauchen. Und wenn man in diesem Zusammenhang von Inhalten spricht, dann sind Texte gemeint. Somit sind bei der Suchmaschinen-Optimierung in erster Linie Texter und Redaktoren gefordert. Sie müssen sich zuerst überlegen, für welche Suchbegriffe die Website überhaupt relevant ist – und dann diese Suchbegriffe am richtigen Ort in die Website integrieren.

Grundlage der Suchmaschinen-Optimierung: der Keyword-Katalog

Der erste und vielleicht schwierigste Schritt bei der Suchmaschinen-Optimierung besteht in der Auswahl geeigneter Suchbegriffe. Die folgenden drei Fragen helfen dabei:

1. Welche Keywords beschreiben den Inhalt einer Website am besten?
Es bringt nichts, für x-beliebige Suchbegriffe zu optimieren, nur weil diese häufig gesucht werden. SEO-Keywords müssen thematisch zur Website passen, damit man ein gutes Ranking erzielt. Und vor allem erreicht man nur so seine eigentliche Zielgruppe.

2. Welche Suchbegriffe benutzt die Zielgruppe?
Unternehmen haben oft ein Corporate Wording, das nicht mit dem Sprachgebrauch ihrer Kunden übereinstimmt. Wer bei SEO-Massnahmen auf dem Corporate Wording beharrt, optimiert unter Umständen an der Zielgruppe vorbei. Ein Beispiel: Der technisch korrekte Begriff mag vielleicht «Waschvollautomat» lauten – aber wenn die Zielgruppe nach «Waschmaschine» googelt, dann muss man sich als Anbieter von Haushaltsgeräten anpassen. Ausserdem lohnt es sich, das Suchvolumen eines potentiellen Keywords vorgängig zu prüfen: Wenn ein Keyword nur ein Dutzend Mal pro Monat gesucht wird, dann lohnt sich der Optimierungsaufwand möglicherweise nicht.

3. Bei welchen Suchbegriffen besteht eine realistische Chance auf eine Top-Platzierung?
Bei den meisten SEO-Keywords herrscht ein harter Wettbewerb. Sinnvollerweise konzentriert man seine Kräfte auf jene Keywords, bei denen man bereits eine gute Ausgangsposition hat. Eine Website von Platz 20 auf Platz 10 zu bringen, ist ein realistisches Ziel – von Platz 100 auf Platz 10 hingegen ist es ein sehr weiter Weg. Oft hilft es auch, auf weniger prominente Keywords auszuweichen und mit mehrteiligen Suchbegriffen eine sogenannte Long-Tail-Strategie zu fahren.

Textmengen: mehr ist mehr

Mit sehr kurzen Texten wird man es selten in die Top 10 der Google-Ergebnisse schaffen: Wo wenig Text ist, sehen Suchmaschinen wenig relevanten Inhalt. Zudem ist es in diesem Fall sehr schwierig, die Keywords in ausreichender Konzentration unterzubringen. Aus SEO-Sicht sollte deshalb der Text einer einzelnen Webpage nicht weniger als 250 Wörter haben und darf auch gerne länger sein. Ein Studie von serpIQ hat sogar gezeigt, dass die bestplatzierten Webseiten durchschnittlich 2’500 Wörter lang sind. Allerdings werden derart lange Texte nur ungern gelesen: Eine Untersuchung von Medium legt nahe, dass Online-Texte höchstens 7 Minuten Lesezeit beanspruchen sollten – bei einer Lesegeschwindigkeit von 200 Wörtern pro Minute wären das 1’400 Wörter.

Aber selbst wenn man 1’000 Wörter als Ziel definiert, so muss man etwas zu sagen haben – nur mit ein paar flotten Werbesprüchen ist das nicht zu schaffen. Und hier greifen die Suchmaschinen-Optimierung und das Content-Marketing sehr schön ineinander: Nur wer relevante Inhalte zu bieten hat, wird bei der Google-Suche nachhaltig erfolgreich sein.

Gewusst wo und wie: Keywords integrieren

Letztlich ist Suchmaschinen-Optimierung die Kunst, Keywords in der richtigen Konzentration an den richtigen Stellen in einer Webpage unterzubringen. Der zentrale Begriff in diesem Zusammenhang ist die Keyword-Dichte (engl. Keyword Density): Der zu optimierende Suchbegriff soll etwa 2 bis 4 Prozent des Textinhalts ausmachen. Dabei gibt es Elemente wie Überschriften und Zwischentitel, Link-Texte und URLs, das TITLE-Tag, das ALT-Attribut von Bildern oder hervorgehobene Textpassagen, die für Suchmaschinen besonders relevant erscheinen und deshalb unbedingt Keywords enthalten sollen.

Was man allerdings nie aus den Augen verlieren darf: Primär müssen Website-Texte für die Zielgruppen optimiert werden, nicht für Suchmaschinen. Und was einem menschlichen Besucher gefällt, wird in aller Regel auch von Google positiv bewertet. Statt also krampfhaft auf die Keyword-Dichte zu schielen bemüht man sich lieber um einen gut lesbaren und lesenswerten Text. Dieser wird dann auch eher verlinkt, was sich wiederum positiv auf das Google-Ranking auswirkt.